Diakonweihe Dr. Georg Zenk 03.05.1986
Erzbischof Dr. Elmar Maria Kredel bei der Handauflegung
in der Kirche St. Marien Johannisthal
© Archiv Pfarrei-Theisenort
Diakon
Dr. Georg Zenk
Diakon Dr. Georg Zenk war 38 Jahre lang als ehrenamtlicher Diakon in den Pfarreien Neuses, Johannisthal und Theisenort tätig.
In einem Abschiedsgottesdienst am Sonntag, den 15. 09.2024 in Johannisthal, wurde der bis dato dienstälteste Diakon im Seelsorgebereich Kronach vom Leitenden Pfarrer Domkapitular Thomas Teuchgräber aus seinem ehrenamtlichen Dienst verabschiedet.
Worte zur Hl. Dreifaltigkeit von Diakon Zenk:
Dreifaltigkeit – ist diese Glaubensauffassung nicht unerschwinglich geheimnisvoll: ein Gott in drei Personen: Vater, Sohn und Heiliger Geist?....Mehr zur Predigt zum Thema Heiligste Dreifaltigkeit unter "Gottesdienste / Predigt am Sonntag.
Während die Ostkirchen und die reformatorischen Kirchen das Diakoneamt als eigenständige Amtsgliederung kennen, hat die römisch-katholische Kirche erst durch das 2. Vatikanische Konzil 1960-1965 die Möglicjhkeit wieder hervorgehoben, verheiratete Männer von theologischer Bildung mit dem Amt des Diakons zu beauftragen.
Wer mit offenem Blick durch unsere Gesellschaft (und an Sonntagen durch unsere Kirchen) geht, könnte realistischer Weise den Rückgang von Glauben und noch mehr das Verschwinden von Denken mit der Kirche feststellen. Und doch ist es kein Vergleich mit der Zeit um 95 nach Christis Geburt, der Zeit von Kaiser Domitian, unter dessen Christenverfolgung der junge Glaube aussah, als wäre er in 15 Jahrenendgültig platt gemacht.
Um so mutiger, dass Johannes, der Schreiber der sogenannten Geheimen Offenbarung (geheim und verrätselt sollte sie sein gegenüber den Verfolgern, offen aber und deutlich den Christen, die bei ihrem Glauben blieben). „Ich war auf Patmos“, lässt er einmal nebenbei verlauten (1, 9) – auf der damaligen Internierungsinsel.
Dagegen aber setzt er seine Sicht der Dinge: ein sagenhaft optimistisches Bild des Glaubens. Ein Engel sagte zu mir: Komm, ich will dir die Braut zeigen, die Frau des Lammes. Die Braut, das ist das in einer einzigen Figur zusammen gezogene Volk derer, die zu Gott gehören (es werden am Ende alle sein). Die Brautist ganz schön, weil ihr Bräutigam, der gekreuzigte Jesus, sie in seinen Armen hält. Der Strauß roter Rosen zeigt ihr innerstes Geheimnis an: die Liebe.
Manche von uns sehen in der konkreten Kirche und in den konkreten Kirchen nur die alte, verhutzelte Gestalt (und sie haben durchaus ihre berechtigten Gründe dafür). Einige von uns sehen aber bereits jetzt in der Kirche nur die eine Kirche(und überschreiten daher Konfessionsgrenzen): Christus hat nur eine einzige Braut. Einige von uns sehen bereits jetzt die Braut in ihrer letzten, von Christus erworbenen Schönheit (und haben im Glauben sehr Recht).
Die Braut steht für das neue Jerusalem: es gibt also keine Kirche ohne die Juden. Dieses Jerusalem hat nur offene Tore – und ohne hohe Schwellen: denn jeder und jede hat sofortigen Zutritt. Zwölf Tore sind es mit den Namen der zwölf Stämme Israels: Weil Israel lange brauchte, bis die Stämme unter einander solidarisch waren – einer für den anderen. Und weil die Kirchen immer noch zu lange brauchen, bis sie unter einander zu völliger Anerkennung finden. Aber man wird doch mit Johannes, dem Schreiber der Offenbarung, einmal den Blick in die Gedanken Gottes werfen dürfen. Die Grundsteine tragen die Namen der zwölf Apostel: keiner fehlt; keiner darf fehlen. Auch von uns nicht.